FLAMENCO TELÚRICO

Premiere am 08.10.2019

 

Lebenskraft pur: In „Flamenco telúrico“ (tellurisch, aus der Erde stammend) erzählen Carina La Debla und ihre Musiker mit berauschender Kreativität und bestechender Präsenz von überschäumender Fülle, Schönheit und Lebendigkeit. Für dieses Projekt haben sich die vier preisgekrönten Künstler zusammengefunden, um mit der Sprache des Flamenco eine neue Dimension auszuloten. Modern Dance 

und Ausdruckstanz, feinste Percussion, erdiger Rock undaltjüdischer Gesang fließen in das Vokabular des Flamenco ein und schaffen einen Dialog zwischen traditionellen und neuen Ausdrucksformen. In intensiven Bildern und mit großer Leidenschaft feiern Carina la Debla und ihre Musiker gemeinsam die unglaubliche Kraft der Erde.

 

 

Die Künstler 

 

Carina La Debla - Tanz 

Quisco de Alcalá - Gesang 

Cristian de Moret - Gitarre, E-Gitarre, Keyboard, 

Álvaro Garrido - Perkussion 

 

 

CARINA LA DEBLA

 

Mit ihren innovativen Choreografien, die wie selbstverständlich Tradition und eigenes Schaffen verbinden, öffnet Carina La Debla ihrem Publikum überraschende Einsichten in das Wesen des Flamenco. Sie lebt seit über 20 Jahren in Andalusien, der Wiege des Flamenco. Im traditionellen Flamenco verankert, und durch Vertreter der Flamenco-Avantgarde inspiriert, erweiterte sie ihr Bewegungsrepertoir durch klassisches Ballet, spanischen Tanz, Modern Dance und Ausdruckstanz. In Sevilla war sie drei Jahre lang festes Ensemblemitglied im Tablao “El Palacio Andaluz”. Mit ihren Eigenproduktionen tourt sie durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mehrmals wurde sie zu den Flamencofestivals in Düsseldorf, Hamburg und Würzburg eingeladen. Auf andalusischen Bühnen tanzte sie unter anderem im Rahmen des Konzertzyklus “Conocer el flamenco”, und auf der Flamencobiennale Sevilla.

 

 

QUISCO DE ALCALÁ 

 

Quisco de Alcalá wurde im andalusischen Dorf Alcalá de Guadaira in eine Familie mit langer und reicher Flamenco-Tradition hineingeboren. Seit er 17 ist tritt er in den berühmten Tablaos in ganz Spanien auf: im "Los Gallos" in Sevilla, "El Cordobés" in Barcelona, im "Casa Patas" oder im "Café de Chinitas" in Madrid. Auf Flamenco-Festivals in Andalusien sang er gemeinsam mit Mayte Martín, El Capullo de Jerez, Pepe Torres oder Enrique El Extremeño. Mit berühmten Flamenco-Tänzern wie Javier Barón, Belén Maya, Juana Amaya ging er auf Tourneen durch Europa, nach Japan, USA und Kanada. Quisco de Alcalá ist bekannt für seine einfühlsame Lyrik, den hintergründigen Humor seiner Texte und die herausragende Ausdruckskraft seiner Stimme. 

 

 

CRISTIAN DE MORET

 

Cristian de Moret stammt aus Huelva und ist im Flamenco zu Hause – ständig dabei, den Flamenco auf neue klangliche Wege zu führen. Am liebsten lässt er sich von Jazz, Blues, Rock und Soul inspirieren und ganz besonders gerne von den Klängen und Rhythmen aus Fernost. Neben der Gitarre als klassischem Instrument der Flamenco-Musik experimentiert er mit Vorliebe mit Klavier und E-Gitarre. Cristian de Moret stand mit vielen großen Flamencokünstlern wie Jorge Pardo, Carmen Linares, Andrés Marín, Patricia Guerrero, Lole Montoya oder Pedro El Granaíno zusammen auf der Bühne. Er war Teil großer Theater- und Musicalproduktionen und tritt mit eigenen Projekten als Solokünstler auf.

 

 

ÁLVARO GARRIDO

 

Álvaro Garrido ist der Exot der Gruppe: Als Autodidakt und leidenschaftlicher Sammler von Instrumenten aus aller Welt ist er ständig auf der Suche nach neuen Klängen. Mit diversen Ensembles aus dem Bereich der alten Musik, dem Folk oder der Weltmusik reist er durch Spanien, Marokko, durch ganz Europa und bis USA und Japan. Mit seinem außergewöhnlichen Sinn für Rhythmen aller Art verbindet er mit großer Virtuosität die verschiedenen Musikstile und schafft immer neue, überraschende Klangteppiche. In der Welt des Flamenco arbeitete er mit Israel Galván, Andrés Marín y David Dorantes zusammen und begleitete auf der Flamencobiennale Sevilla den Sitar-Spieler Gualberto und sein Kammerorchester. 

 

FLAMENCO POR LIBRE (Premiere 12.April 2012)

Carina la Debla sprengt In ihrem neuen Programm “Flamenco por libre” die Grenzen des klassischen Flamenco. Mit überraschenden Kontrasten, humorvollen Anspielungen und einer Vielzahl tänzerischer Zitate schafft sie unerwartete Brücken zwischen der stark ritualisierten Welt des Flamenco und dem Modern Dance, wobei Anspielungen auf das klassische Ballett nicht ausbleiben. Mit unnachahmlicher Eleganz realisiert sie scheinbar mühelos eine neue Art der Darstellung und verbindet mit expressiver Ästhetik die an sich widersprüchlichen tänzerischen  Welten.

 

Der rauhkehlige Gesang von Quisco de Alcalá und die erdige Perkussion von Andrej Vujicic bilden das feste Flamencofundament der Performance. Doch bereits das virtuose Gitarrenspiel von Eduardo Trassierra öffnet die Tore, um ausgehend von einer tief verwurzelten Flamencotradition neue Klangwelten zu erschließen. Es ist ein Abend, an dem das weite, kreative Potential des Flamenco ausgeschöpft und in neue Ausdrucksformen hinein entwickelt wird. 

DOSSIER