Tanzlehrerin

 

Carina lebt seit 1995 in Andalusien, zunächst in Granada, dann bis heute in Sevilla. Neben ihrer Bühnentätigkeit als Tänzerin gibt Carina seit dem Jahr 2000 in unterschiedlichen Unterrichtsformaten und Projekten all das weiter, was sie am Ausdruckstanz im Allgemeinen, und am Flamenco im Speziellen fasziniert.

 

In zahlreichen Städten Deutschlands wie München, Nürnberg, Stuttgart, Karlsruhe, Dresden, Würzburg, Braunschweig oder in Salzburg und Wien, Österrich, gibt sie Intensivworkshops, die meist am Wochenende stattfinden. Sie sind hauptsächlich für Erwachsene konzipiert, die sich im Hobby- oder Semiprofessionellen Bereich mit Flamenco beschäftigen.

 

Von 2002 bis 2010 war sie parallel dazu Gastdozentin an der Ballettschule Förderkreis Künstlerischer Tanz in Kirchberg an der Jagst. Drei bis vier Mal im Jahr bereitete sie Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren auf regionale Auftritte und Wettbewerbe vor. Zur berufsvorbereitenden Ausbildung gehörte sowohl die Einführung in die Bandbreite der Flamencorhythmik und den jeweils entsprechenden emotionalen Charakter, als auch der Umgang mit den traditionellen Accessoirs wie mantón (schwerer, bestickter Seidenumhang) und abanico (Fächer). Ihre Schülerin Sarah Schmidt gewann 2008 den den 1.Preis auf dem Wettbewerb "Jugend tanzt" in der Kategorie Charaktertanz für ihre Guajira.

 

Für das Schuljahr 2012/13 entwickelte Carina la Debla in Zusammenarbeit mit der Ballettschule Ottobrunn ein Tanzsparten übergreifendes Projekt, in dem die Schülerinnen lernten, stilsicher zwischen den verschiedenen Disziplinen Ballett, clásico español, Flamenco und Stepptanz hin- und her zu wechseln, und sie in eigenen Kreationen miteinander zu verbinden.

 

Über die direkte Vermittlung von Tanztechnik, Choreographie und Bühnenpräsenz hinaus ist Carina auch an verschiedenen didaktischen Konzerten beteiligt. 2004 entwarf und interpretierte sie für das Ensemble Artefactum Tänze zu Stücken des spanischen Mittelalters. Sie gestaltete das Drehbuch für die Vermittlung des besonderen historischen Kontextes in einem didaktischen Bühnenkonzert für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren.

 

2008 gründete sie zusammen mit Álvaro Garrido die Gruppe "La Musidanza", mit der sie Kindern an andalusischen Schulen einen ganz besonderen Einstieg in die Welt der Musik und des Tanzes ermöglicht. "Mi cuerpo suena" und "Manos a la obra" sind Projekte, die interaktiv in den Schulen die Kinder in die Welt der Musik und des Tanzes einführen. Über "Mi cuerpo suena" konnten die Kinder erleben, wie man mit ein bißchen Fantasie aus beinahe jedem Gegenstand ein Musikinstrument machen kann, und wie jeder Klang der potentielle Beginn eines Musikstückes ist, zu dem man tanzen kann. In "Manos a la obra", was so viel bedeutet wie "Hand ans Werk"bescheren Carina und Álvaro den Kindern mit schauspielerischem Geschick Einblick in eine überraschend zauberhafte Normalität: Wie die Musik wird mit unseren Händen erst gemacht wird.